Für Kauf oder Leasing neuer E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride für private Haushalte soll es Zuschüsse geben. Noch müssen Detailfragen geklärt werden.

Die Bundesregierung will den Absatz von E-Autos fördern. Am Montag, den 19. Januar, sollen jetzt Einzelheiten dazu bekanntgegeben werden. Zuerst wollte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schon am Freitag, den 16. Januar, darüber informieren. Dann wurde der Termin sehr kurzfristig verschoben, um "noch letzte Detail-Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung vornehmen zu können", wie es hieß. Zuvor hatte schon die "Bild"-Zeitung über Einzelheiten der künftigen Förderung berichtet.
Zuschüsse sollen rückwirkend ab 1. Januar gelten
So sollen dem Bericht zufolge die Zuschüsse für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen für den Kauf oder das Leasing neuer E-Fahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge oder Plug-in-Hybride rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 für Neuzulassungen gelten. Dabei sollen die Zuschüsse je nach Einkommen und Familienstand zwischen 1.500 und 6.000 Euro liegen. Das Portal für die Antragstellung solle im Mai freigeschaltet werden.
Kleine und mittlere Einkommen sollen profitieren
Vorgesehen sind laut Bericht eine Basisförderung von 3.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie 1.500 Euro für Plug-in-Hybride. Letztere dürfen aber nicht mehr als 50 Gramm CO₂/km ausstoßen und müssen eine Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Hinzu kommen sollen weitere Zuschüsse für Familien mit Kindern. Die festgelegte Einkommensgrenze liege bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. "Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren", sagte Umweltminister Schneider der Zeitung. Insgesamt seien drei Milliarden Euro dafür eingeplant.
Frühere Förderung war abrupt eingestellt worden
Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Oktober 2025 auf eine neue E-Auto-Förderung für private Haushalte geeinigt, nachdem die Vorgängerregierung die Förderung für elektrische Pkw wegen Haushaltsproblemen Ende 2023 kurzfristig eingestellt hatte. Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) hatte sich schon damals für eine schnelle Umsetzung der Förderung ausgesprochen. "Jede weitere Verzögerung verstärkt nur die ohnehin schon ausgeprägte Kaufzurückhaltung der Privatkunden", erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Die bisher bekannt gewordenen Details zur geplanten E-Auto-Förderung begrüßt der Verband als wichtige Anreize für den Markt.
Knapp jede fünfte Neuzulassung 2025 ein E-Auto
Schon im vergangenen Jahr hat der Absatz rein elektrisch betriebener Pkw bei den Neuzulassungen auf 545.142 (Vorjahr: 380.609) um 43,2 Prozent zugelegt. Der Anteil an allen Neuzulassungen war so auf 19,1 (12,5) Prozent gewachsen.